Glowing rooms - Minigolf mal anders

Glowing rooms - Minigolf mal anders

Glowing Rooms – Minigolf im Schwarzlicht

Es ist Samstagnachmittag und mein guter Freund Tom fragt mich, ob ich nicht Lust hätte, heute Abend gemeinsam Minigolf spielen zu wollen. Wie kann er mich das fragen, wo ich ihm schon bei unserem ersten Treffen erklärte, dass es keine Sportart auf der Welt gibt, die ich mehr verabscheue als diese. Und nun fragt er mich tatsächlich, ob ich nicht eine Runde mit ihm spielen wolle. Und zwar in den Glowing Rooms. Ein neuer Trend – nicht mehr im Grünen sondern in einer abgedunkelten Halle, ausgeleuchtet mit Schwarzlicht. Na gut. Ich denke mir, vielleicht gibst du dem ganzen nochmal eine Chance und versuchst dich nach langer Zeit wieder am Schläger, wo ich schon so viele begeisterte Berichte zuvor gelesen hatte. Also machen wir uns mit der S-Bahn auf den Weg Richtung Köln und suchen per Google Maps den Eingang der Spielstätte. Unauffällig zwischen Juwelier und türkischem Bäcker entdecken wir dann das recht klein ausgefallene Schild, das uns darauf hinweist, unser Ziel erreicht zu haben. Wir wandern einen schmalen mit „Grasteppich“ ausgestatteten Gang entlang und erreichen eine kleine Holzhütte, wo das Personal uns herzlich empfängt, während es diverse andere Neugierige bedient. Nach einer kurzen Wartezeit erhalten wir pünktlich um 20 Uhr unser Equipment inkl. schicker grauer 3D-Brille, die alle Besucher in Nerds verwandelt. Nachdem wir unser Hab und Gut brav im Schließfach verstaut und ein kühles Pils bestellt haben (ja, ich gebe an dieser Stelle zu, dass ich kein großer Kölsch-Fan bin), machen wir uns auf in den Kampf.

Wir durchwandern einen schwarzen samtigen Vorhang und befinden uns in der ersten der vier Spielewelten, dem Aquarium. Schon ohne Brille sind wir beeindruckt von den Meisterwerken an Wänden, Decken und Boden. Doch nachdem wir die Brillen aufgesetzt haben, kommt die uns umringende Kunst erst richtig zur Geltung. Ich gebe zu, dass schon in diesem Raum einige kleine Kunstwerke zu entdecken sind. Doch man sollte sich nicht zu lange auf die beeindruckende Spielewelt konzentrieren, denn auch nüchtern wirkt man leicht betrunken nach zu langem Starren. Flache Schuhe sind auf jeden Fall empfehlenswert. In meinen Stiefeletten bin ich mehrfach gestolpert und hätte mich beinahe lang gelegt. Also immer schön einen Schritt nach dem anderen Setzen.

Glowing rooms: Lasset die Spiele beginnen!

Wir begeben uns an die erste der insgesamt 18 auf 400 qm verteilten Bahnen und ich darf als erste mein Glück versuchen. Ich ahne schon Böses und bin mir nahezu sicher, dass ich unzählige Versuche benötigen würde, um den Ball einzulochen. Gut, für die erste leichte Bahn sind es dann doch nur drei Schläge, bis mein Ball tatsächlich das Loch findet. Eine Bahn schaffe ich sogar mit zwei Schlägen. Beim Wechsel in den Zauberwald jedoch verlässt mich Glück und Mut und Tom darf von da an 4 oder 5 Schläge im iPod (am Empfang erhalten, um Punkte einzutragen) festhalten, während er unverschämter Weise mit einem breiten Grinsen aufholt und mich schnell überholt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich Verlieren hasse. Doch irgendwie kann mich die Kunst besänftigen und ich zweifele nicht weiter an meinem Können, sondern nehme meine Tagesform einfach gelassen hin. Mittlerweile stehen wir auch nicht mehr lange an den Bahnen an, weil es sich verteilt hat. Zu Beginn war es nämlich ein wenig überfüllt im Aquarium. Nun erwartet uns ein Fußballplatz und es heißt „Tore schießen“. Leider schafft es mein Ball nicht ein einziges Mal ins Loch. Dafür begeistert mich die neonrot leuchtende Skyline Kölns, die mir von den Seitenwänden entgegenstrahlt. Ein echter Hingucker!

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Mein Lieblingsraum erwartet mich jedoch noch. Erst erreichen wir das Spaceship und spielen mehr oder minder erfolgreich unsere Bahnen. Auch die Spieltipps eines Jungen können meine Durchschnittstrefferquote nicht verbessern. Ich bin einfach eine miserable Minigolferin. Tom wird immer besser und findet seine Freude daran, mich aufzuziehen. Ich akzeptiere mein Schicksal als Minigolfloser und schlage meinen ersten Ball in den Kosmos. Und hier bin ich wirklich beeindruckt von dem Farbenspiel und der Dreidimensionalität um mich rum. Knallige Rot-, Grün- und Blautöne strahlen mich an und geben mir das Gefühl, gleich ins All gesogen zu werden und im Nichts zu verschwinden. Wir fragen uns, wie diese Mehrdimensionalität funktioniert und recherchieren. Tatsächlich ist die Lösung in der Physik zu finden. Die beeindruckenden Meisterwerke der Künstler Eugen Schramm, Thomas Klukas, Andreas Bruhn und Adrian Savulescu erhalten ihr i-Tüpfelchen erst durch Aufsetzen der Chromodepth-Brillen im Schwarzlicht. Diese bestehen nämlich aus mehreren besonderen Sichtfolien, die wiederum aus winzigen Prismen zusammengesetzt sind. Prismen brechen die Farben auf unterschiedliche Weise und leiten das Licht in verschieden Stärken ab. Das Auge jedoch sieht nur gerade Lichtstrahlen und somit entstehen die Mehrdimensionalitäten. So fantasievoll und farbenfroh ist die Physik.

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Wir sind fertig. Natürlich habe ich mit 68 zu 57 Schlägen verloren. Dennoch war es ein überraschend schöner Abend mit tollen Eindrücken. Gerade für Familien besonders geeignet. Sie sollten jedoch vorab online oder telefonisch reservieren. Die Bahnen sind in der Regel sehr gut besucht. Wir genehmigen uns noch einen kleinen Absacker an der Holzhütte und lassen den Abend beim Nachtkonsum (Jack in the Box) mit musikalischer Untermalung ausklingen.

Preise:
Erwachsene ab 15 Jahren: 9,50 €
Kinder 6-14 Jahren: 7,50 €
Kinder bis 5 Jahren: Frei

Öffnungszeiten/Einlasszeiten:
Montag – Donnerstag: 11.00 – 21.00 Uhr
Freitag: 11.00-0.00 Uhr
Samstag: 10.00-0.00 Uhr
Sonntag: 10.00-21.00 Uhr

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