Kölner Dom

Kölner Dom

Kölner Dom: Ganzer Stolz der Kölner

Er gilt als Wahrzeichen, Himmelspforte, Heimatsymbol und ganzer Stolzer der Kölner: der Dom! Sobald ein Kölner von einer Reise nach Hause kehrt, erblickt er kurz vor Ankunft den Dom und bekommt sofort ein wohliges Gefühl und die Gewissheit: hier bin ich Daheim! Doch nicht nur die Einwohner selbst lieben ihr Monument. Viele Touristen werden von dem christlichen Haus nahezu magisch angezogen. Täglich finden sich unzählige Touristen auf der Domplatte wieder und bewundern das durch Menschenhand geschaffene Gebilde. Bis zu 20.000 von ihnen wandern täglich durch die heilige Pforte und bestaunen die gotische Architektur und die prachtvollen Reliquien von innen. Doch dass die tatsächliche Begehung des vollendeten Doms eines Tages real werden würde, wurde wohl mehrfach während der zurückliegenden Bauphase von den Kölnern bezweifelt. So alt einige Teile des Gotteshauses auch sein mögen, vollendet wurde der Dombau erst vor etwa 130 Jahren.

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Bau des Kölner Doms

Schon vor seiner Zeit standen an seiner jetzigen Stelle diverse Kirchenhäuser und ein Dom, der für das tägliche Gebet der Christen genutzt wurde. Doch als Erzbischof von Dassel 1164 mit einem Geschenk von Kaiser Friedrich I aus Mailand zurückkehrte, reichte das einfache Glaubenshaus nicht mehr aus. Der Erzbischof brachte Köln nämlich die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Diese sollten einen Ehrenplatz erhalten, zu dem unzählige Christen pilgern konnten. So wurde der alte Dom teils abgerissen, teils durch ein Feuer verbrannt. Für den Bau des Doms wurde Gerhard der Steinmetz beauftragt, der sich nach seinen vielen Frankreichreisen, dessen gotischen Baustil zum Vorbild nahm. Es heißt, der Steinmetz muss unheimlich intelligent und seiner Zeit weit voraus gewesen sein, um solch ein immenses und beeindruckendes Gebilde mit reiner Manneskraft und menschlichem Verstand zu kreieren. Schon nach wenigen Jahren stand der Kapellenkranz des Tores. Mit Laufrädern zogen bis zu vier Männer die schweren Steine in die Höhe. Gerhard nutzte für seinen Bau zumindest für die Außenfassaden die besten Baumaterialien. Mit Basalt, Tuffsteinen und Mörtel entstand Stück für Stück das Gotteshaus. Wissenschaftler sagen heute, dass der Dom dank seiner Bauart sogar einem Erdbeben mittleren Ausmaßes standhalten könne, da das Gebilde 10 m in die Tiefe und gewichtsmäßig mit insgesamt rund 240.000 Tonnen ausgewogen gebaut worden sei (unterirdisch 120.000 Tonnen, überirdisch 120.000 Tonnen).

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Leider starb der Steinmetz Gerhard eines nachts unverhofft, als er von dem Gerüst des Doms fiel. Wie sich die Kölner heute noch erzählen, soll Gerhard mit dem Teufel einen Vertrag abgeschlossen haben. Der Herr der Unterwelt soll ihn eines Abends besucht haben, um dem Bauherrn einen Vorschlag zu unterbreiten. Der Teufel wettete, dass er vor Fertigstellung des Doms eine Wasserleitung von Trier bis nach Köln gebaut habe. Würde Gerhard gewinnen, gehöre ihm der Ruhm allein. Sollte der Teufel gewinnen, würde dieser sich die Seele des Steinmetzes zu Eigen machen. Als Gerhard an einem der folgenden Tage einen Bach am Dom entdeckte, auf dem sich eine muntere Ente treiben ließ, erkannte er für sich, dass er die Wette verloren hatte und stürzte sich in die Tiefe auf die Ente, um seine Seele zu retten und Köln vor dem Bösen zu bewahren. Letztendlich hatte ihn der Teufel nur ausgetrickst und eine verstopfte Wasserleitung befreit.

Nachdem mehrere Bauherren den Dom nicht vollenden konnten, wurde der Bau 1530 aufgrund von Geldmangel eingestellt und eben jener zwischenzeitlich als Lager und dessen Friedhof als Wäschebleiche genutzt. Zu der Zeit existierte der Südturm nur als Stumpf. Die Franzosen besetzten außerdem das Gotteshaus und verwehrten jegliche Messen. Die Kölner gaben die Hoffnung jedoch nie auf, dass die Bauarbeiten fortgesetzt werden würden. Und so waren es die Kunsthändler Georg Moller und Sulpiz Bosserée, die den Wunsch hegten, mit dem Bau fortzufahren. Wie durch einen Zufall entdeckten sie in Darmstadt und Frankreich die Kupferstiche von einem der früheren Bauherren und baten Goethe um seine Unterstützung, der nach Besichtigung des Doms ein gutes Wort beim König für sich einlegte. Der König gab den Bau und die damit verbundenen Gelder frei, die zur einen Hälfte staatlich und zur anderen Hälfte vom Zentral-Dombau-Verein (Engagement Kölner Bürger) gestellt wurden. 1842 wurde der Bau wieder fortgesetzt. Im Jahre 1880 wurde der Dom endlich fertiggestellt und eingeweiht mit einem großen staatlichen Fest.

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Köln zählt mit zu den am meisten beschädigten Städten während des Zweiten Weltkrieges und so trafen auch den Dom einige der abgeschossenen Bomben. Doch nach Kriegsende fanden sich unzählige Kölner zusammen und halfen bei den Reparaturen. Viele der Fenster und Reliquien konnten rechtzeitig gerettet und nun wieder in den Dom zurückgebracht werden. Heute gilt das Bauwerk als Mittelpunkt der Rheinstadt. 108 Wasserleitungen an der Außenfassade leiten das Wasser vom Dom ab, die Bauart hält dem starken Wind stand, der für jeden auf der Domplatte stark zu spüren ist. Jedoch befinden sich immer wieder Gerüste an den Außenwänden des Bauwerks, da permanent Bestandteile ausgetauscht werden müssen. Da mit mehr als acht verschiedenen Steinarten gebaut wurde, die durch den Wind und Umweltgifte beschädigt werden, gilt es immer wieder, Steine und Materialien auszutauschen. So werden jährlich bis zu 11 Mio. € in den Erhalt des Doms investiert. Ein Kölner Sprichwort besagt, dass wenn der Dom vollendet sei, die Welt unterginge. Die Chance, dass der Dom eines Tages tatsächlich komplett fertig sein würde, tendiert nahezu null.

Der Dom – die Himmelspforte

16 Pfeiler tragen einen 157m hohen Dom, der 1996 zum Kulturerbe ernannt wurde. Was aber stellt dieses Gebilde für die Christen dar? Bei der Konstruktion des Baus ging es den Bauherren nicht nur darum, einen Schrein für den Schrein der Gebeine der Heiligen Drei Könige als Wallfahrtsort zu kreieren. Der Dom sollte ein Abbild des Himmels darstellen. Diverse Figuren am Hauptportal erzählen Szenen von der Heils- und Schöpfungsgeschichte. Ganz oben am Portal thront Christus, der Weltenrichter. Das Portal dient als Schwelle zum Weltgericht, das durch das Himmelstor führt und den Eintritt in den Vorhof des Himmels erlaubt. Geht man durch das Portal den Gang Richtung Chor entlang, so wandern Sie Richtung Licht. Richtung Gott. Die Gotik charakterisiert die Verbundenheit von irdischer Existenz mit dem Himmel. Auf dem Weg zur Marienkapelle erwartet Sie eine Steinsfigur des Heiligen Christopherus. Die Marienkapelle ist eine der ältesten Teile des Doms. Über dem Altar hängt das Dombild (1440), das 1809 seinen Platz im Gotteshaus fand und die Anbetung der Heiligen Drei Könige vor dem Jesuskind darstellt. Im Dom wird der goldene mit Edelsteinen verzierte Schrein mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige noch heute aufbewahrt. Er diente als Stück des Himmels zum Anfassen, der heute nur noch durch ein Glas betrachtet werden kann.

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In der Kreuzkapelle entdecken Sie das Gerokreuz, das schon im vorigen Dom seinen Platz hatte und damit mehr als 1.000 Jahre alt ist. Es konnte vor dem Feuer gerettet und in dieser Kapelle wieder aufgehängt werden. Das Gerokreuz stellt die Passion Christi dar und ist ein Symbol für die Rettung der Menschheit. Weitere Exponate finden Sie in der Schatzkammer. Einige von ihnen werden noch heute im Gottesdienst genutzt. Ausgestellt ist hier außerdem die frühbarocke Prunkmonstranz, die in der Fronleichnamsnacht zum Einsatz kommt.

Was Sie keinesfalls außer Acht lassen sollten, ist die 10.000 qm große Fensterfläche. 1.500 qm dieser Fenster sind noch aus dem Mittelalter erhalten geblieben. Dank des Lichteinfalls kommt ihre ganze Pracht zur Geltung. In der Dreikönigskapelle fällt die Sonne allmorgendlich durch das Bibelfenster, das Szenen des Neuen und des Alten Testaments gegenüberstellt.

Das Chorgestühl besteht aus 104 Plätzen, die geschnitzt und mit aufklappbarer Sitzfläche versehen sind. Darunter befinden sich Schnitzereien, die mystische und erschreckende Szenen präsentieren. 1.200 Sitzplätze und 2.800 Stehplätze stehen insgesamt zur Verfügung. Betrachten Sie das Sonnenmosaik unter dem Altar, entdecken Sie Christus, der als Sonne und somit als Licht- und Lebensspender dargestellt wird. Der Hochaltar wurde 1322 geweiht und umfasst eine Fläche von 9,58 qm. Die Seiten bestehen aus Marmorarkaden. Der Clarenaltar wurde wenige Jahre später um 1350/1360 gebaut und befindet sich in der Nordseite des Doms. Der Altar ist 6 m breit, wenn er ganz geöffnet ist. 24 Szenen aus dem Leben Jesu werden hier aufgezeigt. Unten ist die Kindheits- und oben die Leidensgeschichte dargestellt. Im Inneren sind im oberen Teil die 12 Aposteln Jesu zu betrachten und im unteren Teil die Jungfrauen aus dem Gefolge der Heiligen Ursula.

Wie es oftmals üblich ist, sind auch im Kölner Dom die Erzbischöfe der Stadt begraben. So haben hier beispielsweise Gereon und Engelbert von Berg ihre letzte Ruhe gefunden. Für ruhige und angenehme Klänge sorgen die zwei Orgeln. Die Querhausorgel wurde 1948 eingeweiht und die Langhausorgel 1998 als zweite Hauptorgel in Form einer Schwalbennestorgel mit 53 Registern, verteilt auf 30 Tonnen Gewicht.

Wer den Südturm des Doms besuchen möchte, muss erst durch das Petersportal, das vom Heiligen Petrus (dem Schutzpatronen des Doms) bewacht wird. Er besitzt die Schlüssel zum Himmelreich. Das Petersportal führt über 533 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform in 97 m Höhe und zur 1925 geweihten Petersglocke (auch von Kölnern „Dicker Pitter“ genannt), die mit 24 Tonnen Gewicht als schwerste frei schwingende Kirchenglocke der Welt gilt. Ein Blick hinunter auf den Dom und die Stadt lohnt sich trotz der vielen Stufen definitiv!

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Öffnungszeiten:

November – April: 6.00-19.30 Uhr
Mai – Oktober: 6.00-21.00 Uhr

Nightfever mit beleuchtetem Dom und Kirchenmusik: jeden dritten Samstag im Monat

Führungen werden regelmäßig angeboten.

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